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Axolotl, auch als mexikanischer Schwanzlurch bekannt, sind faszinierende Wasserbewohner, die in den letzten Jahren als Aquarienbewohner immer beliebter geworden sind. Mit ihren fransenartigen Kiemen und ihrer Fähigkeit, Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, sind sie ein echter Hingucker. Doch wie hält man diesen besonderen Salamander artgerecht zu Hause? In diesem Beitrag geben wir dir einen umfassenden Überblick über die Anforderungen und Tipps zur artgerechten Haltung von Axolotln.

1. Das richtige Aquarium 

Axolotl benötigen ein ausreichend großes Aquarium. Für ein einzelnes Tier sollte das Becken mindestens 80 cm in der Länge und 40 cm in der Tiefe und Breite haben. Für jedes zusätzliche Tier sollte die Größe entsprechend angepasst werden. Wichtig ist, dass das Aquarium mit einem stabilen Filter ausgestattet ist, der das Wasser stets sauber hält, aber keine starken Strömungen erzeugt, da Axolotl keine Strömungsliebhaber sind. 

Axolotl zwischen Wasserpflanzen
Foto: KinEnriquez – pixabay.com

2. Wasserqualität 

Axolotl sind empfindlich gegenüber Wasserverunreinigungen. Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt und die Wasserwerte überprüft werden. Je nach Größe des Aquariums und der Anzahl der darin lebenden Tiere sollte etwa alle ein bis zwei Wochen ein Teilwasserwechsel von etwa 20-25% des Aquariumvolumens durchgeführt werden. Dies hilft, den Nitratgehalt niedrig zu halten und potenzielle Schadstoffe zu minimieren. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass das frische Wasser in Bezug auf Temperatur und pH-Wert dem bisherigen Aquariumswasser entspricht, um den Axolotl nicht zu stressen. 

Neben dem wöchentlichen partiellen Wasserwechsel ist es ratsam, alle paar Monate einen gründlicheren Tausch von bis zu 50% des Wassers vorzunehmen und das Aquarium zu reinigen. Dabei sollten jedoch nie alle Bakterien im Filter entfernt werden, da sie für den biologischen Gleichgewichtszustand des Wassers entscheidend sind. Idealerweise sollte das Wasser leicht sauer bis neutral sein (pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5). Die Wassertemperatur sollte konstant zwischen 16 und 18°C liegen. Ein vollständiger Wasserwechsel ist normalerweise nicht notwendig und könnte sogar stressig für das Tier sein. 

3. Einrichtung und Versteckmöglichkeiten 

Der Boden des Aquariums sollte mit feinem, abgerundetem Kies oder Sand bedeckt sein, um die Gefahr des Verschluckens von grobem Kies zu minimieren. Axolotl mögen es, sich zu verstecken. Daher sollten Höhlen, Pflanzen und Steine im Aquarium platziert werden. 

Axolotl im heimischen Aquarium
Foto: uthlas – pixabay.com

4. Ernährung 

Axolotl sind Fleischfresser. Ihre Ernährung besteht hauptsächlich aus kleinen Fischen, Würmern und Insekten. Es gibt spezielles Axolotl-Futter zu kaufen, aber auch lebende oder tiefgefrorene Nahrung wie Mückenlarven, Regenwürmer oder kleine Garnelen eignen sich. Für eine optimale Gesundheit und Entwicklung sollten Axolotls regelmäßig gefüttert werden, wobei die Fütterungsfrequenz von ihrem Alter abhängt: 

  • Junge Axolotls: Diese wachsenden Tiere haben einen höheren Nahrungsbedarf. Es wird empfohlen, junge Axolotls täglich zu füttern. 
  • Erwachsene Axolotls: Einmal ausgewachsen, kann die Fütterungsfrequenz auf 2-3 Mal pro Woche reduziert werden, abhängig von der Menge und Art der Nahrung sowie der Aktivität und dem Stoffwechsel des einzelnen Axolotls. 

Es ist wichtig, die Menge und Art der Nahrung entsprechend anzupassen und darauf zu achten, dass Axolotls nicht überfüttert werden. Ebenfalls solltest du darauf achten, dass keine Nahrungsreste im Aquarium zurückbleiben, da diese das Wasser verunreinigen können. 

Durch Beobachtung des Verhaltens und der Körperkondition Ihres Axolotls kannst du die optimale Fütterungsmenge und -frequenz für Ihr Tier bestimmen. Wenn du unsicher bist, konsultiere am besten einen auf Amphibien spezialisierten Tierarzt. 

5. Fortpflanzung und Nachwuchs 

Bei einer Wassertemperatur von etwa 18°C können Axolotl zur Fortpflanzung angeregt werden. Nach der Eiablage ist es ratsam, die Eier in ein separates Aufzuchtbecken zu setzen, um sie vor Fressfeinden zu schützen. 

Axolotl im bunten Aquarium
Foto: KinEnriquez – pixabay.com

6. Häufige Fehler vermeiden 

Es ist generell nicht ratsam, Fische zusammen mit Axolotls in einem Aquarium zu halten. Der Grund dafür ist vielfältig: Axolotls sind Raubtiere und könnten versucht sein, kleinere Fische zu jagen und zu fressen. Auf der anderen Seite könnten größere oder aggressive Fische die zarten Kiemen oder andere Körperteile des Axolotls verletzen. Zudem bevorzugen Axolotls kühleres Wasser (zwischen 16-18°C) mit einer schwachen Strömung. Viele Fischarten hingegen benötigen wärmeres Wasser oder bestimmte Wasserbedingungen, die nicht kompatibel mit den Bedürfnissen von Axolotls sind. Des Weiteren kann die Kombination von Axolotls und Fischen das Risiko erhöhen, dass Krankheiten übertragen werden, die für eine der Arten schädlich sein könnten. Wenn man sich dafür entscheidet, Tiere im selben Aquarium wie einen Axolotl zu halten, sind Schnecken oder manchmal Garnelen oft bessere Optionen, obwohl selbst dabei Vorsicht geboten ist. Es ist jedoch immer am besten, Axolotls in einem spezialisierten Habitat ohne Fische zu halten, um sicherzustellen, dass sie gesund und sicher bleiben. 

Fazit 

Die Haltung von Axolotl kann eine lohnende Erfahrung sein, vorausgesetzt, man ist bereit, den speziellen Anforderungen dieser Tiere gerecht zu werden. Mit der richtigen Vorbereitung und Sorgfalt kannst du sicherstellen, dass dein Axolotl ein langes, gesundes und glückliches Leben in deinem Aquarium führt.

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