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Haustiere sind Familienmitglieder. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass wir ihnen hin und wieder etwas von unserem Teller abgeben möchten, insbesondere wenn diese großen Augen uns während des Essens beobachten. Aber sollte das wirklich getan werden? Es gibt viele Meinungen und Mythen rund um die Frage, ob Tischreste für Haustiere geeignet sind. Lassen Sie uns einige dieser Mythen aufdecken und herausfinden, was tatsächlich in das Menü Ihres Haustieres aufgenommen werden sollte. 

Mythos 1: Tischreste sind generell schlecht für Haustiere

Die Annahme, dass alle Tischreste generell schlecht für Haustiere sind, ist zu vereinfacht. Es gibt durchaus Unterschiede, die es zu berücksichtigen gilt. Zunächst hängt es stark von der Art des Essens ab. Ein Stück gegrilltes Hähnchen ohne Haut und Knochen kann beispielsweise eine gesunde Belohnung für einen Hund sein, vorausgesetzt, es wurde nicht zu sehr gewürzt und enthält keine Knochensplitter. 

Auf der anderen Seite gibt es Lebensmittel, die Menschen oft konsumieren, die aber für einige Haustiere giftig sind. Gewürze wie Knoblauch und Zwiebeln, die in vielen Gerichten verwendet werden, können für Hunde und Katzen schädlich sein und zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Daher ist es essentiell, nicht nur die Hauptzutaten des Essens zu betrachten, sondern auch die Zusätze und Gewürze. 

Zusätzlich zur Art des Essens spielt auch die Menge eine entscheidende Rolle. Selbst wenn ein Lebensmittel als sicher für ein Haustier gilt, kann eine übermäßige Menge zu Verdauungsproblemen oder einer Nährstoffungleichgewicht führen. Es ist daher ratsam, Tischreste nur in Maßen zu geben und immer wachsam zu sein, um sicherzustellen, dass das, was wir unseren geliebten Tieren anbieten, auch wirklich gut für sie ist. 

Mops will fressen
Foto: Albany Capture – unsplash.com

Mythos 2: Haustiere können alles essen, was Menschen essen 

Es gibt tatsächlich eine beträchtliche Anzahl von Lebensmitteln, die wir Menschen regelmäßig und sicher konsumieren, die jedoch für unsere Haustiere gefährlich sein können. Es ist wichtig, sich dieser Unterschiede bewusst zu sein, besonders wenn man geneigt ist, seinem Haustier von seinem Teller etwas abzugeben. 

  • Schokolade: Besonders gefährlich für Hunde. Schokolade enthält Theobromin, eine Substanz, die von Hunden nur schwer metabolisiert werden kann. Selbst in kleinen Mengen kann sie zu Erbrechen, Durchfall, schnellem Herzschlag und in schlimmeren Fällen sogar zu Anfällen oder dem Tod führen.
  • Weintrauben und Rosinen: Der genaue Giftstoff, der für Hunde in diesen Früchten enthalten ist, ist bisher nicht identifiziert worden. Doch selbst kleine Mengen können zu akutem Nierenversagen führen. 
  • Knoblauch und Zwiebeln: Beide gehören zur Allium-Familie und können bei Hunden und Katzen zu Anämie führen, wenn sie in größeren Mengen oder über einen längeren Zeitraum konsumiert werden. Symptome können sein: Schwäche, Erbrechen, Atemlosigkeit und Lethargie. 
  • Avocado: Enthält Persin, eine Substanz, die für Vögel, Hamster und einige größere Tiere giftig sein kann. Bei Hunden und Katzen führt sie meist zu Durchfall und Erbrechen, besonders wenn der Kern verschluckt wird. 
  • Macadamianüsse: Bei Hunden können bereits wenige Nüsse zu Erbrechen, Fieber und Muskelschwäche führen. 

Diese Liste ist nur ein kleiner Ausschnitt von Lebensmitteln, die für Haustiere problematisch sein können. Es unterstreicht die Notwendigkeit, vorsichtig zu sein und sich über potenzielle Gefahren für unsere vierbeinigen Freunde zu informieren, bevor wir ihnen Nahrung anbieten, die nicht speziell für sie vorgesehen ist. Es ist immer ratsam, im Zweifelsfall einen Tierarzt zu konsultieren. 

Mythos 3: Ein bisschen von diesem oder jenem schadet nicht

Selbst kleine Mengen bestimmter Lebensmittel können für Haustiere giftig sein. Zudem können regelmäßige Tischreste zu Gewichtsproblemen und mangelnder Nährstoffaufnahme führen, wenn sie das normale Futter verdrängen. 

Mythos 4: Es ist eine gute Methode, Lebensmittelabfälle zu reduzieren 

Auch wenn es nachhaltig erscheint, Reste an Haustiere zu verfüttern, sollte die Gesundheit des Tieres immer an erster Stelle stehen. Viele Lebensmittelabfälle sind für Haustiere nicht geeignet und können gesundheitliche Probleme verursachen. 

Unter der Rubrik “Ernährung” haben wir eine umfangreiche Sammlung von Ratschlägen und Tipps zur gesunden Ernährung von Haustieren zusammengestellt. Ob du nach spezifischen Informationen über bestimmte Lebensmittel suchst oder allgemeine Richtlinien zur richtigen Fütterung deines Haustieres benötigst – bei uns findest du fundierte und gut recherchierte Informationen. 

Organische Abfälle
Foto: Sarah Chai – pexels.com

Mythos 5: Knochen sind für Hunde gut 

Dieser weit verbreitete Glaube stammt aus der Vorstellung, dass wilde Vorfahren unserer heutigen Haushunde Knochen gefressen haben, wenn sie Beute erlegten. Während es stimmt, dass viele Hunde instinktiv Knochen mögen, ist es nicht immer sicher, ihnen Knochen zu geben – insbesondere die von Tieren, die in der Küche zubereitet wurden. 

Gekochte Knochen, wie sie oft in Küchenabfällen vorkommen, können leicht splittern und scharfe Fragmente produzieren, die das Innere eines Hundes verletzen können, wenn sie verschluckt werden. Dies kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. 

Auch rohe Knochen bergen Risiken. Sie können Bakterien wie Salmonellen enthalten oder zu Zahnbrüchen führen, wenn der Hund zu hart darauf kaut. Größere Knochen können außerdem zu Blockaden führen, wenn der Hund versucht, größere Stücke herunterzuschlucken. 

Es ist wichtig, immer vorsichtig zu sein und sich bei Unsicherheiten an den Tierarzt zu wenden. Es gibt speziell hergestellte Kauartikel und „Knochen“, die sicherer für Hunde sind und dennoch den Kauinstinkt befriedigen. 

Hund kaut an Knochen
Foto: Alisa Savickaja – pexels.com

Sollten also Tischreste auf dem Haustier-Menü stehen? 

Die Antwort ist nicht so einfach. Ein gelegentlicher, für das Tier sicherer Leckerbissen kann in Ordnung sein, solange er seine normale Ernährung nicht verdrängt. Es ist jedoch entscheidend, sicherzustellen, dass das, was Sie geben, sicher ist. Am besten konsultieren Sie dazu einen Tierarzt oder ernährungsbewusste Quellen. 

Es ist auch wichtig, eine klare Linie zwischen dem, was als Leckerbissen gilt, und dem täglichen Futter zu ziehen. Tischreste sollten nie die Hauptnahrungsquelle eines Tieres sein, da sie oft nicht die benötigten Nährstoffe in der richtigen Balance enthalten. 

Fazit

Auch wenn es verlockend ist, Ihrem Haustier einen Leckerbissen vom Tisch zu geben, ist es wichtig, sich an die Fakten zu halten und Mythen zu vermeiden. Mit Forschung und einem bewussten Ansatz können Sie sicherstellen, dass Ihr Haustier gesund bleibt und Sie trotzdem gelegentlich teilen können, ohne Schuldgefühle zu haben. 

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